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Stellungnahme des iNES-Konsortiums zum Weißbuch des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

04.09.2015

Das iNES-Konsortium, bestehend aus den Unternehmen Mainova AG, Energieversorgung Leverkusen GmbH, Bilfinger-Mauell GmbH, Bergische Universität Wuppertal und SAG GmbH, begrüßt in seiner Stellungnahme zum Weißbuch des BMWi „Ein Strommarkt für die Energiewende“ den vorgeschlagenen Maßnahmenkatalog, sieht aber noch deutlichen Handlungsbedarf zur Verzahnung von Netzbetrieb und Markt, um zukünftig zentrale Themen wie „dezentrale regionale Flexibilitätsmärkte“ umsetzen zu können.

Ein offener transparenter Marktplatz für Flexibilität, ein dezentraler Flexibilitätsmarkt (RegioFlex), bietet allen Akteuren die Möglichkeit, bei der Sicherstellung eines sicheren Netzbetriebs mitzuwirken, Erlöse zu erwirtschaften und das Engpassmanagement (inklusive der vom BMWi vorgesehenen „Spitzenkappung“) in die Flexibilitätsvermarktung einzubinden.

Wichtige Voraussetzung für die Effektivität eines dezentralen Flexibilitätsmarkts RegioFlex sind dabei:

  • E in lokales Smart-Grid-System zur Netzzustandsidentifikation und -prognose ist vorhanden
  • Die Flexibilitäten sind über entsprechende IKT angebunden
  • Die zu behebenden Probleme treten nur an wenigen Tagen des Jahres auf
  • Der gesamte Ablauf des Marktgeschehens läuft automatisch ohne obligatorische manuelle Eingriffe
  • Die Kosten des dezentralen Flexibilitätsmarkts liegen unter den Kosten für Netzausbaumaßnahmen, die dadurch vermieden oder verzögert werden

Ferner sieht das Konsortium auch noch Nachholbedarf in der Anreizregulierung in Bezug auf Einbindung von IKT zur Realisierung intelligenter Netze, die letztlich Grundvoraussetzung zur nachhaltigen Realisierung von Smart Markets sind. Dazu gehört auch, dass Investitionsmöglichkeiten mit weniger Kapitalkosten, dafür aber mehr operativen Kosten genauso behandelt werden, wie kapitalkostenlastige Lösungen im Netzbetrieb. Zur Unterstützung von Smart-Grid-Lösungen ist es erforderlich, dass auch Optionen mit geringeren Investitionen, aber erhöhten operativen Kosten, für die Netzbetreiber ordnungspolitisch genau so ausgestaltet sind, wie kapitalkostenlastige Investitionsoptionen. Nur so kann langfristig der Umbau des Energieversorgungssystems gelingen.


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