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Fernwärme auf Rollen

Fernwärme auf Rollen

Fernwärmetrasse unter einer Mainbrücke

SPIE SAG verlegte eine Fernwärmetrasse in der Brückenkonstruktion der Willigisbrücke in Aschaffenburg - eine Premiere.


Foto: © Frank Räcker/vor-ort-foto.de

Im Auftrag der Aschaffenburger Versorgungs GmbH (AVG) hat SPIE SAG eine Fernwärmetrasse in der Brückenkonstruktion der Willigisbrücke in Aschaffenburg verlegt. Baubeginn war im Januar dieses Jahres, die Montage wurde im März abgeschlossen. Das Projekt wurde vom Regionalbüro Karlstein und der Niederlassung Alsfeld gemeinsam abgewickelt.

„Üblicherweise werden Fernwärmetrassen in der Erde verlegt. In diesem Fall haben wir die Leitung jedoch in der Brückenkonstruktion verlegt“, erklärt Bauleiter Bernhard Albert die Besonderheit des Projekts. „Das war auch für uns eine Premiere. So haben wir noch keine Fernwärmetrasse verlegt.“ Der Grund für dieses Vorgehen war neben den höheren Kosten, die eine Erdverlegung oder eine Dückerung verursacht hätte, auch der zu geringe Platz für die notwendige Anbindung der Trasse im Stadtzentrum von Aschaffenburg.

Die Trasse besteht aus zwei, jeweils ca. 240 Meter langen Rohrleitungen – je ein Vor- und ein Rücklauf. Die KMR - Rohre sind für einen Druck bis 16 bar ausgelegt und haben einen Durchmesser von 200 Millimeter. Isoliert werden die Leitungen mit Hilfe von Schaum und einer Blechummantelung. Der Außendurchmesser (mit Isolierung und Dämmung) beträgt 350 Millimeter.

Die Leitung wurde komplett auf Rollen verlegt. So gibt es keine Probleme mit den Schwingungen der Brücke. Die Ausdehnung der Stahlkonstruktion der Brücke und den Rohrleitungen bei Temperaturschwankungen wird zudem über Dehnbögen und Kompensatoren aufgefangen.

Die Fernwärmetrasse in der Brückenkonstruktion der Willigisbrücke in Aschaffenburg ist Bestandteil des Wärmeverbundes zwischen dem AVG- Biomasse- Heizkraftwerk, dem Heizwerk Leider und dem Heizwerk Werkstrasse der AVG.
Das AVG- Biomasse- Heizkraftwerk im Leiderer Hafen stellt eine echte Kraft-Wärme-Kopplung dar und arbeitet somit besonders effizient und umweltschonend. Als Brennstoff werden jährlich bis zu 30.000 Tonnen naturbelassene Holzhackschnitzel aus Wald- und Landschaftspflegemaßnahmen in der Region eingesetzt.

Damit ist die Anlage auch in punkto Klimaschutz und CO2-Neutralität ein sehr innovatives Projekt. Es werden jährlich mehr als 15.000 Tonnen CO2 eingespart, welches maßgeblich für den anthropogenen Treibhauseffekt verantwortlich ist.
Durch den Bau der Wärmeleitung von Leider zum bisher erdgasbefeuerten HW Werkstrasse wird die Nutzung regenerativer und alternativer Energieträger erhöht, werden fossile Brennstoffe eingespart (Ressourcenschonung) und damit zusätzliche CO2-Emissionen vermieden (Umweltfreundlichkeit). Dies ist der Beitrag der AVG zur Energiewende vor Ort.

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